{"id":47,"date":"2013-01-17T17:30:20","date_gmt":"2013-01-17T15:30:20","guid":{"rendered":"http:\/\/root.georgpohl.de\/netzwerk-agens\/neu\/?page_id=47"},"modified":"2014-11-10T12:41:38","modified_gmt":"2014-11-10T10:41:38","slug":"historie","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/root.georgpohl.de\/netzwerk-agens\/historie\/","title":{"rendered":"Historie"},"content":{"rendered":"<p><small><em>Netzwerk Agens e.V.:<\/em><\/small><\/p>\n<p><big>Seit 1993 aktiv \u2013 f\u00fcr Stadt, Dorf und Region.<\/big><\/p>\n<p><strong>Juli 1993, Leipzig: Die Gr\u00fcndung von Netzwerk S\u00fcdost, dem heutigen Netzwerk-Agens e.V.<\/strong><br \/>\n1993, im geistigen Klima der deutschen Wiedervereinigung, belebten 28 b\u00fcrgerschaftliche Stadtteilinitiativen Leipzig \u2013 und wir waren eine von ihnen.<br \/>\nUnser Ziel war klar: Den Wandel als Chance wahrnehmen. Die Strukturen des Gemeinwesens anders gestalten als es in der Bundesrepublik Praxis war \u2013 n\u00e4mlich kooperativ und transparent.<br \/>\nIm Umfeld des Projekts \u201eKommunale Psychiatrie\u201c, auf dem Gutshof St\u00f6tteritz, hatten wir unseren Verein ins Leben gerufen \u2013 damals allerdings noch unter dem Namen &#8222;Netzwerk-Arbeitsgemeinschaft zur F\u00f6rderung einer gemeinwesenorientierten Sozialstruktur Leipzig-S\u00fcdost e.V.&#8220;, kurz \u201eNetzwerk S\u00fcdost\u201c.<\/p>\n<p><strong>1994: Erste Projekterfolge und das erste B\u00fcrger-B\u00fcro<\/strong><br \/>\nDie Aufgaben waren gewaltig. Doch die Anschubfinanzierung der Robert-Bosch-Stiftung legte den Grundstein f\u00fcr eine kontinuierliche Vereinsarbeit.<br \/>\nDurch Projekte, wie die Pilotstudie zur Gemeinwesenanalyse Leipzig-S\u00fcdost (1994) oder die Pflege von Gremien, wie bspw. den Arbeitskreis S\u00fcdost, entwickelte unser Verein fachliche Beziehungslinien auf dem Gebiet der Gemeinwesenarbeit und Stadtentwicklung. Lokal und bundesweit brachte uns das hohes Ansehen.<br \/>\nAm 2. Februar 1994 er\u00f6ffnete Netzwerk S\u00fcdost ein B\u00fcrger-B\u00fcro in der Ferdinand-Jost-Stra\u00dfe 27a. Hier boten wir B\u00fcrgern direkte Beratungen an \u2013 ein Bereich, der in den ersten Jahren einen ganz wesentlichen Punkt im Selbstverst\u00e4ndnis unseres Vereins bildete.<\/p>\n<p><strong>1996: Verabschiedung von der Idee einer staatlichen Grundfinanzierung, die Schlie\u00dfung unseres B\u00fcrger-B\u00fcros und neue Formen der Beratung<\/strong><br \/>\nDem Verein in seiner ressort\u00fcbergreifenden, sozialr\u00e4umlichen Arbeit gelang es nicht, eine kommunale, institutionelle F\u00f6rderung zu erhalten: Eine solche sachbezogene Zusammenarbeit verschiedener Dezernate in der Stadtverwaltung war nicht umsetzbar.<br \/>\nMieterh\u00f6hungen f\u00fcr unser B\u00fcrger-B\u00fcro in der Ferdinand-Jost-Stra\u00dfe zwangen uns schlie\u00dflich, das B\u00fcro zu schlie\u00dfen und die Beratungen Ende April 1996 vorl\u00e4ufig einzustellen.<br \/>\nDoch die direkte B\u00fcrgerberatung wollten wir nicht ohne weiteres aufgeben. Insofern entwickelten wir in den Folgejahren neue Beratungslinien: Einerseits B\u00fcrgerberatung durch Ver\u00f6ffentlichungen und andrerseits \u2013 im Sinne einer B\u00fcrgerbeteiligung \u2013 B\u00fcrgerberatung innerhalb konkreter Projekte. In diesem Zusammenhang ist \u00fcbrigens das Projekt &#8222;Stadtteil-Entwicklungs- und Marketingkonzept Leipzig-St\u00f6tteritz&#8220; nennenswert.<br \/>\nIn jenen Jahren f\u00fchrte unsere Erfahrung mit der B\u00fcrokratie einer Stadtverwaltung zu der Entscheidung, die Vereinsarbeit ausschlie\u00dflich auf Projekte und eigene Entwicklungen zu gr\u00fcnden \u2013 und nicht auf staatliche Grundfinanzierung. Das Modell einer B\u00fcrgerStadtAgentur war damit begr\u00fcndet.<\/p>\n<p><strong>1998\u20132006: Die Ausweitung unseres Netzwerks, das zum Preistr\u00e4ger wird<\/strong><br \/>\nGanz wesentlich f\u00fcr unsere fachliche Weiterentwicklung war es, unsere Netzwerk-T\u00e4tigkeit seit 1998 auf die Region S\u00fcdost auszuweiten \u2013 konkret Leipzig S\u00fcdost und den angrenzenden Landkreis Muldental. Diese M\u00f6glichkeit ergab sich f\u00fcr uns durch die Kooperation mit dem Programm \u201eLernkultur Kompetenzentwicklung \u2013 Management f\u00fcr regionale Lernkulturen\u201c der Arbeitsgemeinschaft betriebliche Weiterbildungsforschung e.V. in Berlin \u2013 im Auftrag des Bundesbildungsministeriums. In den Jahren 2001 bis 2006 wurde die Arbeit unseres Vereins vorrangig durch dieses Projekt bestimmt.<br \/>\nIm November 2001 und als Pilotprojekt des Netzwerk S\u00fcdost e.V. er\u00f6ffnete die Lern- und Entwicklungsagentur Grimma ihre Pforten \u2013 zur Entwicklung und Unterst\u00fctzung innovativer Lernformen und regionaler Strukturbildung.<br \/>\nDie zwei Netzwerk-Akteure konzipierten und organisierten den ersten Fortbildungskurs f\u00fcr regionale Akteure in Deutschland \u2013 mit 27 Veranstaltungen an 24 Orten. Aus diesem Bildungsprojekt entstand eine Reihe von Strukturen, u.a. ein Landschaftspflegeverband und der Naturpark Muldenland e.V.<br \/>\n2001 erhielt Netzwerk S\u00fcdost e.V. den bundesweit anerkannten 3. Preis &#8222;Aktive B\u00fcrgerschaft&#8220;.<\/p>\n<p><strong>2003: Der Stiftungsfonds Netzwerk Agens wird ins Leben gerufen<\/strong><br \/>\nAm 7. Juli 2003, dem 10-j\u00e4hrigen Vereinsjubil\u00e4um, gr\u00fcndeten engagierte Vereinsmitglieder und Freunde des Netzwerk S\u00fcdost e.V. den Stiftungsfonds \u201eStiftung Agens \u2013 Initiative zur F\u00f6rderung von Bildung und Kommunikation f\u00fcr ein gemeinwesenorientiertes Handeln in Stadt, Dorf und Region\u201c. Das Ziel des Stiftungsfonds: Die Initiierung, Qualifizierung und Pflege von kooperativen Prozessen in der ganzheitlichen und komplexen Entwicklung in Stadt, Dorf und Region.<\/p>\n<p><strong>2003\u20132006: Erfolgreiche Spezialisierung auf Spiele und Spielverfahren<\/strong><br \/>\nEine unserer Ideen aus dem Jahre 1999 sollte sich zur Spezialit\u00e4t unseres Vereins entwickeln: Um der brachliegenden Alten Messe in Leipzig, die im T\u00e4tigkeitsbereich des Netzwerk S\u00fcdost e.V. gelegen war, neue Perspektiven aufzuzeigen, um die Vermarktung dieser 60 Hektar gro\u00dfen Fl\u00e4che zu unterst\u00fctzen, aber zugleich auch den Gemeinn\u00fctzigkeitsgedanken didaktisch zu vermitteln, kreierten vier Mitglieder und Freunde im Verein das \u201eLeipziger Messespiel\u201c.<br \/>\nDas \u201eLeipziger Messespiel wurde im Jahr 2000 ver\u00f6ffentlicht; und w\u00e4hrend der kommunale Eigenbetrieb der Alten Messe davon kaum Notiz nahm, erregte die im Spiel verwendete Methode bundesweit Aufmerksamkeit.<br \/>\nDie Autoren des Spiels entschlossen sich daraufhin, 2003 eine weitere Version zu entwickeln: XAGA \u2013 Das Stadtspiel und XAGA \u2013 Das Dorfspiel.<br \/>\nMit diesen beiden Spielen konnten von 2003 bis 2006 in der ganzen Bundesrepublik durch den Verein selbst 35 Projekte umgesetzt werden \u2013 von einer Dorfinitiative \u00fcber die Beteiligung an einer bundesweiten Kampagne bis zur BUGA 2005 in M\u00fcnchen. Die Caritas international stellte vom Dorfspiel sogar eine eigene Version her und setzte das Spiel in der Entwicklungsarbeit in Lateinamerika ein. Aber auch Personaltrainer wurden darauf aufmerksam: Mit 600 Bewerbern f\u00fcr einen Job bei BMW wurde ebenso Themen durchgespielt wie mit den MitarbeiterInnen in Call Centern oder bei Kaufhof.<br \/>\n2005 entstand eine weitere Version des Spiels: &#8222;Alles Dresden&#8220;, ein Brettspiel, das anl\u00e4sslich des 800-j\u00e4hrigen Stadtjubil\u00e4ums der Stadt Dresden entwickelt wurde.<br \/>\n2006 veranstaltet Netzwerk S\u00fcdost e.V. in Leipzig eine erste \u201e<a href=\"http:\/\/www.mitspieltagung.de\">mitSPIELtagung \u2013 Spiele als Instrumente in Entwicklungsprozessen<\/a>\u201c mit internationaler Beteiligung aus den Sparten Stadtentwicklung, Jugendarbeit und Training.<\/p>\n<p><strong>2008: Umzug des Vereins nach Hamburg und Namens\u00e4nderung<\/strong><br \/>\n2008 zog unser Verein um nach Hamburg, l\u00f6ste seinen Stiftungsfonds auf, \u00e4nderte seinen Namen in \u201eNetzwerk-Agens e.V. \u2013 Instrumente und Strategien f\u00fcr Bildung und Entwicklung in Stadt, Dorf und Region\u201c, positionierte die Dachmarke \u201eLudilux\u201c und ver\u00f6ffentlichte im Juni 2009 die vierte Version der Methode: \u201eStadtspieler \u2013 das Trainingsspiel f\u00fcr Stadtentwicklung und Kreativit\u00e4t\u201c. M\u00f6glich wurde die Weiterentwicklung dieses Kommunikationsinstruments durch eine Aufnahme als Pilotprojekt in das Programm \u201eNationale Stadtentwicklungspolitik\u201c des Bundesbauministeriums \u2013 und eine damit verbundene F\u00f6rderung.<\/p>\n<p><strong>2011: Die Kampagne \u201eStadtspieler\u201c \u2013 ein H\u00f6hepunkt in der Vereinsentwicklung<\/strong><br \/>\nMit <a href=\"http:\/\/www.stadtspieler.com\">\u201eStadtspieler\u201c<\/a> \u2013 und vielleicht auch mit dem neuen Standort Hamburg \u2013 erschloss sich unser b\u00fcrgerschaftlicher Verein neue Handlungsfelder: Durch seine drei Kategorien \u2013 Qualit\u00e4t des Produktes, Service f\u00fcr Partner und Anwender sowie Wertebalancierung \u2013 konnte \u201eStadtspieler\u201c eine Botschaft und Verfahrensweise einbringen, die an die grundlegenden Fragen der Stadtentwicklung, der Pers\u00f6nlichkeitsbildung und der Unternehmensf\u00fchrung anschlie\u00dfen.<br \/>\nErm\u00f6glicht durch gro\u00dfes ehrenamtliches Engagement sowie gef\u00f6rdert durch Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen f\u00fchrte Netzwerk Agens in Hamburg die Kampagne <a href=\"http:\/\/365ideen.stadtspieler.com\">\u201eStadtspieler \u2013 365 Ideen f\u00fcr Hamburg \u2013 Green Capital 2011\u201c<\/a> durch \u2013 in insgesamt 28 Veranstaltungen bei 28 Partnern. Diese Kampagne markierte ein H\u00f6hepunkt in der Vereinsentwicklung: In der Anwendung eines eigenen Instruments, in der Konzeption f\u00fcr das Thema B\u00fcrgerbeteiligung in Deutschland und f\u00fcr die Frage, wie Stadtgesellschaften in Zukunft ihre zentralen Themen zu Handlungsverfahren f\u00fchren k\u00f6nnen. \u201eStadtspieler\u201c wurde als \u201eWerkstatt-N-Projekt\u201c des Nachhaltigkeitsrates der Bundesregierung 2012 ausgezeichnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Netzwerk Agens e.V.: Seit 1993 aktiv \u2013 f\u00fcr Stadt, Dorf und Region. Juli 1993, Leipzig: Die Gr\u00fcndung von Netzwerk S\u00fcdost, dem heutigen Netzwerk-Agens e.V. 1993, im geistigen Klima der deutschen Wiedervereinigung, belebten 28 b\u00fcrgerschaftliche Stadtteilinitiativen Leipzig \u2013 und wir waren eine von ihnen. Unser Ziel war klar: Den Wandel als Chance wahrnehmen. 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